Projekte 2011
Wie bereits 2009 und 2010 wurden dem Markt Manching für die Förderperiode 2011 100.000€ im Rahmen des Programms STÄRKEN vor Ort zur Verfügung gestellt. Gefördert wird das Programm STÄRKEN vor Ort vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) und dem Europäischen Sozialfonds der Europäischen Union (ESF).
Ziel ist es, Jugendliche bzw. junge Erwachsene des Marktes Manching in ihrer schulischen, sozialen und beruflichen Integration zu unterstützen. Im Gegensatz zu den letzten beiden Jahren beschloss der Begleitausschuss 2010 auch Frauen mit Schwierigkeiten beim Einstieg und Wiedereinstieg ins Erwerbsleben in die Förderung mit aufzunehmen und somit praxisnahe Hilfestellung anzubieten.
Auf diesem Wege möchten wir Sie,
liebe Leser des Marktes Manching über die genehmigten Projekte
informieren und ihnen weiterhin einen Einblick in die vielfältigen
Möglichkeiten des Programms STÄRKEN vor Ort gewähren.
Wie immer freuen wir uns über ihre Ideen, Vorschläge oder auch über ihre direkte Teilhabe am Programm. Denn wie wir alle wissen, nur tragende Dialoge und lebendige Auseinandersetzungen sorgen für Chancengleichheit und ermuntern zur aktiven Teilhabe an der Gesellschaft.
In diesem Sinne möchte ich Sie ganz herzlich dazu einladen, die nicht immer leichten Aufgaben und Zielsetzungen mit uns gemeinsam kreativ zu lösen.
Am 23.02 2011 fand die erste Begleitausschusssitzung im Bürgerhaus Miteinander statt.
50 Jahre Donaufeld- eine Siedlung mit Profil:
Die Idee des Projektes ist es, im Rahmen einer Veranstaltung die vorhandenen Potentiale und Stärken der Siedlung zu präsentieren und alle Bürger und Familien zum Feiern, Schauen und Mitamchen einzuladen. Dabei sollen unterschiedlichen Traditionen, künstlerische Fertigkeiten, kulinarische Speisen, Spiel und Spaß zum Ausdruck gebracht werden.
Ziel ist es, der vorhandenen Vielfalt im Siedlungsgebiet einen anerkennenden Rahmen zu verleihen und Vertrautes mit Neuem zu vereinen. Bei der Organisation wird auf eine umfassende Zusammenarbeit Wert gelegt. Die Zielgruppen aus dem Donaufeld sollen sich aktiv beteiligen und ihre unterschiedlichen Kulturen und Identitäten miteinbeziehen.
Träger ist der Bürgerverein des Marktes Manching
Die Profihausfrau:
Das Projekt möchte vor allem die Deutschkenntnisse von Frauen mit Migrationshintergrund verbessern und damit ihre Chancen auf dem Arbeitsmark erhöhen. Stärken und Kompetenzen rund um den Haushalt werden erweitert, mit der Möglichkeit, Gelerntes in die Tat umzusetzen und auf dem Arbeitsmarkt anzubieten. Es wird zu Selbstsicherheit und Mut wird motiviert, festgefahrene Grenzen zu verlassen, eigene Ziele zu erkennen und den Berufseinstieg zu wagen.
Träger ist Integra Soziale Dienste
Infoveranstaltung für Frauen und individuelle Unterstützung von Bewerbungen:
Im Rahmen einer informativen Auftaktveranstaltung können sich arbeitsuchende Frauen in Manching gezielt über berufliche Möglichkeiten und Weiterbildungen informieren. Je nach Situation und Wunsch erhalten sie nicht nur individuelle Unterstützung bei der Erstellung ihrer Bewerbungsunterlagen auch das Bewusstwerden von eigenen Stärken, Schwächen und Defizite stehen im Vordergrund. Ziel des Projektes ist es, Vermittlungshemmnisse abzubauen und Frauen, die beim Einstieg ins Berufsleben Schwierigkeiten haben, direkt in den Arbeitsmarkt zu integrieren und begleitend, beratend zur Seite zu stehen.
Träger ist Frau Schumann
Verstärkte Vorbereitung auf den qualifizierten Hauptschulabschluss:
In Kleingruppen sollen gerade gefährdete Schüler die Möglichkeit erhalten, sich gezielt und motiviert mit tatkräftiger Unterstützung auf den Abschluss vorzubereiten. Die zusätzliche Übungseinheit erfolgt in den für alle Prüfungsteilnehmer abzulegenden Fächer. Dabei handelt es sich sowohl um die Vermittlung und Verbesserung von Lerninhalten, als auch um die Gewöhnung an den bevorstehenden Aufgabenumfang. Prüfungssituationen werden dabei „hautnah“ kennengelernt und individuelle Lernschwierigkeiten, die oft im Verborgenen liegen, finden ihre Berücksichtigung. Ängste und Stress lassen sich leichter bewältigen und die Aussichten auf das Erreichen des Qualis erhöhen sich.
Träger ist die Hauptschule Lindenkreuz.
Kompetenzen im Tätigsein entwickeln:
Manche Frauen mit Migrationshintergrund haben oft Schwierigkeiten beruflich und gesellschaftlich Fuß zu fassen. Ihre Bildung entspricht nicht unseren Standards, ihr Selbstbewusstsein ist niedrig und sprachliche Barrieren erschweren zusätzlich den Einstieg ins Berufsleben. Möglichen Hilfsangeboten, aber auch Ämtern und Institutionen verhalten sie sich skeptisch und die mangelnde soziale und kulturelle Beteiligung der Frauen verhindert die notwendige schulische und berufliche Begleitung ihrer heranwachsenden Kinder. In Gruppen und in Einzelbetreuung werden soziale und berufliche Teilhabefelder mit einer russisch- deutschen erfolgreichen Migrantin praxisnah erarbeit. Ziel ist es, eigene Angelegenheiten selbstsicher in Angriff zu nehmen und neue Perspektiven für sich zu entwickeln.
Vielfalt verhilft zu beruflicher Orientierung:
Das Projekt setzt sich aus drei getrennten Bausteinen zusammen, um Jugendliche je nach Interesse und Talent für die Teilhabe an der Gesellschaft zu gewinnen. Ihnen wird die Möglichkeit geboten, Schlüsselkompetenzen zu erwerben, berufliche Alternativen aufzugreifen und ihre Stärken und Grenzen kennenzulernen.
Der 1. Baustein vermittelt mit Unterstützung einer Hundetrainerin den respektvollen Umgang mit Tier, Umwelt und Natur. Teamfähigkeit, Verantwortungsbewusstsein sowie konsequentes Handeln werden mit Freude und Bewegung kombiniert und eingeübt.
Im nächsten Abschnitt erhalten die Jugendlichen kreative Einblicke in die Organisation von Veranstaltungen. Vieles muss durchdacht und geplant werden. Ziel ist es, den kognitiven Erfahrungsraum der Jugendlichen zu erweitern und ihnen auch einen kaufmännischen Einblick zu gewähren.
Den letzten Abschnitt rundet ein Schnupperkurs im KFZ- Bereich ab. Gerade für die Jungs gilt es, ihre Fähigkeiten zu testen und ein realistisches Bild über den Beruf zu erhalten.
Projekt „Ausbildungsbörse am 12.11.2010“, Mikroprojektträger: Bürgerverein Miteinander
Dieses Projekt bietet jungen Menschen die Chance mit unterschiedlichen Firmen aus dem Gemeindebereich in Kontakt und Verbindung zu treten. Gegenseitiger Informationsaustausch findet statt, Potentiale können entdeckt werden und alternative Ausbildungsmöglichkeiten werden erkennbar. Das Projekt wird von dem örtlichen Gewerbeverband, der Agentur für Arbeit und der IHK unterstützt. Ziel ist es, den strukturellen Zusammenhalt im Markt zu fördern. Dabei gilt es, Voraussetzungen und Vorstellungen der verschiedenen Berufe aufzuzeigen.
Nach einem weitern Auswahlverfahren des Begleitausschusses am 13.07.2011 wurden folgende Mikroprojekte genehmigt.
Hinter der Mauer
In diesem Projekt werden Jugendliche zwischen 13 und 16 Jahren, die in den vorhandenen örtlichen Gegebenheiten bekannt sind, angesprochen und zum Mitgestalten des Projektes motiviert. Das attraktive Medium „Film“ bzw. die Kamera dient hierbei als Motivationsfaktor.
Bei diesem hauptsächlich praxisbezogenen Projekt wird besonders der multikulturelle Ansatz betont. Die Jugendlichen haben die Möglichkeit technische Medienberufe näher kennen zu lernen, zu erproben und ihren Bezug zu neuen Ausbildungssparten zu erweitern. Damit lernen sie eine größere Verantwortung für sich selbst und andere zu tragen. Der Erwerb von Schlüsselkompetenzen wird somit spielerisch gefördert und schafft dadurch die Grundvoraussetzung für den Eintritt ins Berufsleben.
Im Rahmen des Projektes werden die Teilnehmer zusammen mit einer Fachkraft einen Dokumentarfilm über die Entwicklung der Arbeit produzieren, der ihre Reflexion über ihre Lebenswelt darstellt und somit die eigene Zielfindung untermauert.
Träger ist Herr Celik.
MIND – Manchinger Initiative zum nachhaltigen Dialog
In diesem Projekt wird auf mehreren Ebenen gearbeitet. Im Vordergrund steht dabei die Schulung von MultiplikatorInnen, die sowohl die deutsche Sprache als auch ihre Muttersprache gut beherrschen. Ziel ist es, dass die geschulten Frauen ihre „Landsfrauen“ über einen längeren Zeitraum begleiten und sie in ihrer alltags- und beruflichen Lebenswelt unterstützen. Durch die Methode „Lernen am Modell“ erfahren die Frauen somit einen neuen Experimentier- und Bewegungsraum. Weiterhin soll ein Netzwerk aus UnternehmerInnen, Institutionen und Ehrenamtlichen entstehen. Dieses Netzwerk unterstützt die bisher noch nicht in Beschäftigung stehenden Frauen dabei, einen Arbeitsplatz oder eine Beschäftigung zu finden, die mit ihrer aktuellen Situation und ihrer Lebenswelt vereinbar ist.
Idealerweise entsteht ein mehrdimensional wirkendes soziales Gebilde, das Lernen und interkulturelle Öffnung für alle im Projekt aktiven Personen nachhaltig ermöglicht und gegenseitige Hemmnisse abbaut.
Träger ist die evangelische Aussiedlerarbeit.
Sozialkompetenztraining durch Sport
Die Idee ist es, den 12 männlichen Jugendlichen im Alter von 15-17 Jahren für ihr späteres Leben eine Basis zu schaffen, sich körperlich in den verschiedensten Sportarten zu finden, um somit eine sinnvolle Freizeitgestaltung im Alltag zu erlangen. Durch eine ausgeglichene Freizeitgestaltung wird die Voraussetzung für ihre Lern- und Arbeitsbereitschaft bereits unterstützt und gefördert. In diesem Projekt werden den Teilnehmern Sportarten näher gebracht, die als „alltagstauglich“ bewertet werden und sich auch in den Angeboten der Sportvereine widerspiegelt, aber auch in den Angeboten die durch ihre Attraktivität und den ungewöhnlichen Charakter zum Mitmachen animiert.
Ziel ist es, dass die Jugendlichen nicht nur Freude am Sport gewinnen und somit eine sinnvolle Freizeitgestaltung erhalten, sondern vielmehr soll bei diesem Projekt die Voraussetzung für Lernfähigkeit, Konzentration und Beständigkeit geschaffen werden, als Grundlage ihres beruflichen Wirkens.
Träger ist der SV Oberstimm.
Kreatives Gestalten
Ziel dieses Projektes ist es Schülern und Schülerinnen Gestaltungsmöglichkeiten mit verschiedenen Materialien (Garne, Seide, Papier, Farben, usw.) anzubieten, um ihre gestalterische Ausdrucksfähigkeit und Feinmotorik, aber auch ihre Konzentration und Ausdauer zu schulen. Zudem werden Techniken im künstlerischen Bereich vermittelt, die ihrer ganzheitlichen Kreativität sowohl im Umgang mit ihrer selbstbestimmten beruflichen Auseinandersetzung als auch in der Erweiterung ihrer beruflichen Kompetenzen dienen. Durch das gemeinsame Arbeiten über einen längeren Zeitraum sollen die Teilnehmer Verantwortungsbewusstsein für das Gelingen des Projektes aufbauen. Die Werke werden in einer selbstorganisierten Ausstellung präsentiert bzw. finden ihren Einsatz bei der Schulhausgestaltung in den Schulhäusern Donaufeld und Lindenkreuz, mit dem Ziel, Organisationsfähigkeit und Persönlichkeitsausdruck zu fördern.
Träger ist die Hauptschule Lindenkreuz.
Projekt: Qualifizierung von Frauen im Bereich Küche
Die Qualifizierung der Kursteilnehmerinnen gliedert sich in einen theoretischen und einen praktischen Teil.
Die praktische Unterweisung erfolgt in der Küche des Bürgerhauses. Die Frauen sollen die in der gastronomischen Küche erforderlichen Tätigkeiten erlernen und so auf eine berufliche Integration vorbereitet werden.
Im theoretischen Teil der Maßnahme werden die Teilnehmerinnen motiviert und qualifiziert für eine Tätigkeit im Bereich Gastronomie.
Es werden Grundlagen der Hygiene, Unfallverhütung und Lebensmittelkunde vermittelt. Unabdingbare Grundlagen für eine Arbeitsaufnahme wie z.B. Pünktlichkeit, Zuverlässigkeit und Teamfähigkeit werden thematisiert und trainiert.
Außerdem werden die Frauen individuell betreut, sodass Vermittlungshemmnisse abgebaut werden können.
Endziel:
Integration in den Arbeitsmarkt
Träger ist der Bürgerverein des Marktes Manching.


